Sonderforschungsbereich in der Astronomie wird weitergefördert

Sonderforschungsbereich in der Astronomie wird weitergefördert

Das Team untersucht bislang unerforschte Wechselwirkungen verschiedener Energien und Teilchen im All.

Am Himmel ist die Hölle los: Sterne entstehen und vergehen, geladene Teilchen, Strahlen und Neutrinos treffen aufeinander und beeinflussen sich gegenseitig. Die Wechselwirkungen im Weltall untersucht seit 2022 der Sonderforschungsbereich 1491 „Wechselspiel der kosmischen Materie“. Die Forschenden können ihre Arbeit vier weitere Jahre lang fortsetzen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte die Weiterförderung des SFB um Sprecherin Prof. Dr. Julia Tjus an der Ruhr-Universität Bochum ab 1. Juli 2026.

Die Nebel der Sterne lüften

Die Nebel der Sterne lüften

In Doppelsternsystemen geht es auf Dauer selten friedlich zu. Irgendwann fängt ein Stern an, dem anderen Materie zu klauen. Am Ende steht oft eine große Zerstörung. Und ein farbenprächtiger Nebel.

Das Hubble-Weltraumteleskop verwöhnt unsere Augen immer wieder mit hochauflösenden Bildern aus dem All. Wohl kaum jemand kann sich der Faszination von Aufnahmen entziehen, auf denen farbenreiche Schleier über sternklare Himmel tanzen. Auch Kerstin Weis und Dominik Bomans nicht. Die beiden forschen am Astronomischen Institut der Ruhr-Universität Bochum und betrachten die Gebilde nicht nur aus ästhetischen Gründen gern. In ihrer Arbeit entschlüsseln sie die physikalischen Prozesse, die zur Bildung der Nebel führen. Gerade in Doppelsternsystemen finden sie interessante Effekte, wenn ein Stern dem anderen Materie klaut.

Doppelsterne umkreisen sich gegenseitig, sind aber selten gleich groß. Das hat Konsequenzen für ihre Entwicklung. Denn: „Je massereicher ein Stern ist, desto schneller altert er“, sagt Prof. Dr. Dominik Bomans. Im Alter blähen sich Sterne zu sogenannten Roten Riesen auf. In Doppelsternsystemen können sie dadurch in das Gravitationsfeld ihres Begleitsterns geraten, sodass Materie vom Roten Riesen auf den Partner überfließen kann, was in der Regel in einer große Helligkeitsexplosion endet, einer Nova.

Bessel-Preis für Benjamin Joachimi: Förderung für internationale Zusammenarbeit in der Kosmologie

Bessel-Preis für Benjamin Joachimi: Förderung für internationale Zusammenarbeit in der Kosmologie

Die Fakultät für Physik und Astronomie freut sich, bekannt zu geben, dass Prof. Benjamin Joachimi mit dem Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreisausgezeichnet wurde. Die Alexander von Humboldt-Stiftung verleiht den Preis jährlich an etwa 20 international anerkannte Wissenschaftler*innen aus dem Ausland für ihre besonderen Forschungsleistungen. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert. Nominiert wurde der Kosmologe von Prof. Hendrik Hildebrandt und Prof. Catherine Heymans. Für Joachimi, der Professor für Astrophysik am University College London ist, und unsere Fakultät heißt das, dass sie ihre enge Zusammenarbeit in Zukunft noch intensivieren können – unter anderem durch Forschungsaufenthalte Joachimis in Bochum, von denen der erste für Sommer 2026 geplant ist.

 

Exkursion zum 100-m-Radioteleskop in Effelsberg

Exkursion zum 100-m-Radioteleskop in Effelsberg

Am 11. Oktober 2025 fand eine Exkursion zum 100-m-Radioteleskop in Effelsberg sowie zur LOFAR-Station des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) statt.
Teilgenommen haben Studierende der Veranstaltungen „Instrumente und Beobachtungsmethoden“ (WiSe 2024/25) sowie „Introduction to Astrophysics“ (SoSe 2025). Eine weitere Exkursion nach Effelsberg ist bereits für den Frühsommer 2026 in Planung.

Beobachtung am RUB Campus-Observatorium

Beobachtung am RUB Campus-Observatorium

In der Langen Nacht der Astronomie laden die Stiftung Planetarium Berlin, die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien und die Vereinigung der Sternfreunde gemeinsam mit zahlreichen astronomischen Einrichtungen deutschlandweit dazu ein, mit einem abwechslungsreichen Programm die Begeisterung für die Astronomie zu teilen.

Am 13. September 2025 laden wir von 17:00 bis 21:00 Uhr zu einer spannenden Beobachtungsveranstaltung am RUB Campus-Observatorium ein.

Der Treffpunkt ist am Südrand des Campus, unterhalb des Parkplatzes der Campus-Sporthalle (CASPO). Die Teilnahme ist kostenfrei. Bei klarem Himmel bieten wir visuelle Beobachtungen mit dem AIRUB-40cm-Teleskop an, bei denen Planeten, Sternhaufen und weitere Himmelsobjekte betrachtet werden können. Außerdem gibt es kurze Führungen zu unseren aktuellen Forschungsinstrumenten sowie zum Radio-Teleskop. Mehrere Astronom*innen sind vor Ort und beantworten gerne alle Fragen rund um die Astronomie. Sollte das Wetter nicht mitspielen, finden Führungen durch die Kuppeln statt. Die Veranstaltung dauert etwa vier Stunden und wird auf Deutsch und Englisch angeboten.

Live im Planetarium: Die ersten Bilder des Vera Rubin Observatoriums

Live im Planetarium: Die ersten Bilder des Vera Rubin Observatoriums

Am Montag, dem 23. Juni, um 16:30 Uhr sind alle Interessierten ins Bochumer Planetarium eingeladen, um bei der Veröffentlichung der ersten Bilder des Rubin Observatoriums, das in Chile in Betrieb geht, dabei zu sein. Durch das Programm führen Prof. Hendrik Hildebrandt von der Ruhr-Universität, der die Ergebnisse der neuen Riesenteleskops für seine Forschung nutzen wird, und Prof. Susanne Hüttemeister vom Planetarium Bochum.